Haustiere auf dem Maashof

Auf dem Maashof leben neben den Pferden auch weitere Nutztiere. Seit 2018 sind Minischweine, Hühner und Gänse auf dem Maashof eingezogen.

Das Besondere sind dabei die von Aussterben bedrohten Nutz- und Haustierrassen, denen wir hier ein Zuhause geben.

Was sind das für Tiere?
Deutscher Sperber – Hahn im Korb ist Hugo – der zwei Jahre alte Hahn ist Anführer von drei Hennen. Diese seltene Hühnerrasse fällt durch ihr geschecktes Federmuster auf. Den Namen verdankt sie dem Sperber, da dieser Greifvogel auch eine ähnlich gescheckte Brustmusterung besitzt. Diese Rasse wurde von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ 2012 erklärt.

Deutsche Sperber sind robust, frühreif und frohwüchsig. Die Hennen legen ca. 180 weißschalige Eier mit einem Bruteier-Mindestgewicht von 60 g im ersten Jahr, wobei der Bruttrieb sehr gering ist.

Deutsche Sperber sind gute Futtersucher, wenn man ihnen genug Freilauf gibt und den haben sie auf dem Maashof.

Deutsche Reichshühner – Der Rassestandard wurde im 19. Jahrhundert entwickelt, als man leistungsfähigere Rassen züchten wollte. Es wurden zur Erzüchtung des Deutschen Reichshuhns keine einheimischen Landhuhnschläge verwendet, sondern im Wesentlichen Rassen aus dem asiatischen Rassenkreis wie die SussexBrahma und Orpington, aber auch Mittelmeerrassen wie Minorka und Italiener.

Deutsche Reichshühner haben eine rechteckige Körperform. Die Läufe sind ungefiedert. Die Rasse wird heute in verschiedenen Farbschlägen gezüchtet.

Deutsche Reichshühner zeichnen sich durch eine gute Lege- und Mastleistung aus. Sie gelten daher als Zweinutzungsrasse. Von ihrem Wesen her gelten sie als zutraulich. Da sie als sehr robuste Rasse gelten, eignen sie sich für eine Freilandhaltung.
Das Deutsche Reichshuhn ist selten und gilt als gefährdete Haustierrasse. Der BDRG sowie die GEH haben die Rasse in der „Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen 2013“ in die Gefährdungsklasse III (gefährdet) eingestuft. Danach gab es 2009 in Deutschland nur noch 273 Hähne und 1229 Hennen.

Marans – Marans sind sehr auslauffreudige, lebendige und dennoch etwas scheue Tiere. Bei der Zucht wird nebst dem Körperbau und dem Federkleid jeweils auch auf eine möglichst dunkle Färbung der Eier geachtet. Die Legeleistung beträgt um die 180 bis 200 Eier im Jahr. Das Bruteiermindestgewicht liegt bei 65 g. Der Hahn hat ein Gewicht von 3,5–4 kg und die Henne 2,5–3 kg. Eine Eigenschaft dieser Hühnerrasse sind die dunkelbraunen bis hellbraunen Eier, welche mit dunklen Flecken bedeckt sein können.

Araucana Araucana Hühner (auch AraucansAraukaner oder Araucaner) gehören zu einer Hühnerrasse, deren Ursprung nicht mit letzter Sicherheit nachgewiesen ist, die aber aus Südamerika stammen. Als Liebhabergeflügel wurden sie erst ab den 1960er Jahren populär. Mehrere Eigenschaften unterscheiden diese Rasse von anderen Hühnerrassen. Sie haben eine vergleichsweise aufrechte Körperhaltung und an der Stelle, wo sich am Kopf des Huhnes normalerweise die Ohrlappen befinden, haben Araucanas eine walzenähnliche Hautfalte, auf der Federn wachsen.

Die Eierfarben sind blau bis türkis. Einige Schläge legen auch rosafarbene Eier, was der Rasse in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten den Spitznamen Easter Egg Layer (dt. Ostereier-Leger) eingebracht hat.

Lippegänse – Das Hauptverbreitungsgebiet lag in Westfalen-Lippe im Einzugsgebiet der Städte LippstadtSoest und Paderborn in Nordrhein-Westfalen. Die Lippegans ist die einzige in Westfalen seit 1860 nachgewiesene Gänserasse, die in den landwirtschaftlichen Betrieben der Gründlandregion der Lippeniederung erzüchtet und genutzt wurde.
Die Jungtiere wurden im Alter von 8 Wochen zum Verkauf auf Märkten oder per Eisenbahn zu Großmästereien nach Ostdeutschland geliefert. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lag der Bestand bei ca. 70.000 Tieren. ‚
Ab Mitte der 1950er Jahre nahm der Bestand u. a. durch Billigimporte aus dem Ausland rapide ab.

1985 wurde die Rasse durch das Westfälische Freilichtmuseum Detmold wiederentdeckt.
1989 erfolgte die Wiederanerkennung als eigenständige Rasse durch den Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG).

Die Lippegans steht ebenfalls bei der GEH auf der Liste der gefährdeten Nutztierarten.

Minischweine

Auf dem Maashof leben auch ein paar Minischweine. Die kleine Rotte erfreut sich eines idyllischen Schweinelebens auf dem Land.